Bambus2

Tom’s Homepage

lädt zum Verweilen und Nachdenken ein

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Bambus2

2008

November

Nachdem ich im Juni meinen ersten Jahresurlaub hatte, hat sich wieder einiges geändert.

Das tolle an diesem Urlaub war, dass ich mich mal wieder so richtig fallen lassen konnte, seit langer Zeit das erste Mal! So konnte ich auch zurückblicken auf das erste halbe Jahr im neuen Job. Doch es gab ein Knacken im Nacken. Für mich immer ein Gefühl, dass mir sagt, dass etwas nicht stimmt. So begann ich zu forschen. Dachte wieder an die Gefühle, die Fahrerei betreffend und einem eigentlich geplanten Umzug.

Schnell warf ich die Gedanken über einen weiteren Umzug über Bord. Ich schaute auf die Löwen, die sich hier wirklich wohl fühlen und ich mich natürlich auch. Ich bekam langsam das Gefühl, dass ich hier zum ersten Male seit meiner Kindheit wieder ein „zu Hause“ gefunden habe! Und dieses wundervolle Gefühl wollte ich nun für die Zukunft bewahren. Doch da blieb der Haken übrig mit der täglichen Fahrerei durch die Staus, die damit verbundene Anspannung, ein Gefangensein in einem täglichen Zeitloch.
Mitten in diesen Gedanken stolperte ich über die Stellenanzeige meines alten Arbeitgebers, wegen dem ich übrigens auch hierhin gezogen bin.
Glücklicherweise hatte ich die Kontakte nie ganz aufgegeben und bekam nun wieder schnell die Infos, die ich brauchte. Es war eigentlich genau der Job, der mir wie auf den Leib geschneidert ist, den ich seit Jahren gemacht hatte und der mir wirklich Spass machte.
Wenige Telefonate und Gespräche später waren wir uns wieder einig und ich konnte zurückkehren an die alte Wirkungsstätte.

Es war wirklich unglaublich, wie viele positive Rückmeldungen ich über mein zurückkommen bekam von den neuen / alten Kollegen! Das war für mich ein Signal wie richtig es war zurück zu kehren. Irgendwie zurück in den Schoss einer Familie zurück zu kehren. Sicherlich kann die Arbeit die Familie nicht ersetzen, doch wir verbringen halt die meiste wache Zeit dort und wenn wir diese Gefühle haben können, dann ist es um so besser! Auch die Einarbeiterei ging wieder sehr schnell vonstatten, so dass ich nun nur noch recht wenige Fragen stellen muss um klar zu kommen.

Einziger kleiner Wermutstropfen ist, dass ich nicht mehr das Gebiet betreue, in welchem ich seit gut 15 Jahren unterwegs war und ich die meisten Kunden kannte und tolle Beziehungen aufbauen konnte, doch wer weiss schon wofür es gut sein wird?!

Alles in Allem war dieser Schritt der richtige. Der tägliche Weg ist nun viel entspannter und meist hat er sogar eine spirituelle Wirkung auf mich. Über Felder, Wiesen, durch Wälder. Nur 5 Ampeln, 30 Minuten… es wird nicht weniger, aber auch nicht mehr, dem Sonnenaufgang entgegen. Was will man mehr?! Die Geistesruhe kehrt langsam zurück und oftmals kann ich fühlen, wie die Momente zwischen den einzelnen Gedanken länger werden.

Ein wirklich positiver Schritt in die richtige Richtung ist getan. Ich möchte von Herzen allen danken, die mir diesen Schritt ermöglicht und
 begleitet haben.

Auch mein Buch wächst immer stetiger. Durch die Schreiberei gelingt es mir immer besser, die schlimmen Ereignisse des vergangenen Jahres zu verarbeiten. Auch wenn die Gedanken niemals enden werden, so werden sie zumindest ein wenig leichter. Auch dies ist ein positives Ergebnis aus dem Wechsel in den alten / neuen Job.

 

bis Juni

Nachdem ich zu Beginn des Jahres einen neuen Job antrat, beginnt sich nun alles in die positive Richtung zu wenden, die ich erhofft habe. Ich fühle mich immer wohler an meiner neuen Stelle, und dies wirkt sich auch auf mein “normales” Leben aus. Natürlich muss man zunächst die neuen Kollegen kennen lernen und sich in neue Regeln einfinden, sicherlich nicht ganz so einfach für jemanden, der etwa 15 Jahre lang recht unkonventionell arbeiten konnte, doch wenn man erst einmal die Spielregeln gelernt hat, klappt es von Tag zu Tag besser.

Nachdem ich in den letzten Monaten immer mehr Feuertaufen erleben konnte, spüre ich immer mehr die Leichtigkeit an dem, was ich vor Jahren an Arbeit aufgeben musste.

Manchmal fällt mir die Zeit schwer die ich täglich auf der Strasse verbringe (das sind immerhin zw. 2 und 3 Std. am Tag) und wenn ich dann hier aussteige und die Ruhe verspüre die hier herrscht, beginne ich zu grübeln..., soll ich zum 4. Male der Arbeit hinterher ziehen oder lieber die täglichen Zeiten in kauf nehmen und dafür ein tolles Heim haben? Mit diesem Denkprozess bin ich noch nicht am Ende, vor allem deshalb, da wir ja auch schon eine Menge Übles in Sachen Wohnung und Nachbarn erlebten! Es muss schon etwas Tolles daherkommen um mir, für uns, einen weiteren Umzug schmackhaft zu machen!

Was mir ebenfalls zeigt, dass ich auf dem richtigen Wege bin ist, dass ich nun auch langsam die Zeit finde zu trauern. Zu trauern um die Lieben, die unser derzeitiges Leben vorzeitig verliessen. Ebenfalls konnte ich in den vergangenen Monaten auch mein Buch beginnen, welches ich immer vorhatte zu schreiben. Es wird “Ursache und Wirkung” heissen. Ich hoffe damit, Vielen um uns, in verschiedenen Lebenssituationen, helfen zu können, aus Ihren schweren Zeiten herausfinden zu können. Auch finde ich nun immer mehr Zeit, mich wieder um die vielen schönen Pflanzen um uns kümmern zu können. Ebenfalls sind in diesem Jahr wieder Tomaten auf unserem Balkon zu finden. Diese brauchen bekanntlich viel Wasser und entsprechende Pflege. Auch fand ich die Zeit für die Aussaat und Pflege anderer Pflanzen. Dabei zählt für mich natürlich im Besonderen das Leben der Löwen in meinem Leben. Die Grosse macht immer mehr positive Schritte in Richtung der Kleinen, nun schon mehr die Grossen. Es macht Freude zu sehen, wie stark die Maus in der Vergangenheit wurde. Wenn sie in der Vergangenheit auch die Schüchterne war, und sich bei ungewöhnlichen Situationen zurückzog, so taten ihr die Kleinen doch wirklich gut und sie hat eine Stärke entwickelt, die wirklich toll ist! Die 3 wachsen von Tag zu Tag immer mehr zu einer Einheit zusammen. Was nicht zuletzt auf den Dicken der beiden (ich nenne ihn nur so, da ich glaube, dass in dem Kleinen der beiden der grosse Kater wiedergeboren wurde). Da habe ich das Gefühl, dass der Grosse noch eine Art Mission zu erfüllen hat für die Kleine / Grosse  und vielleicht auch für mich hat.